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Dipl.-Theaterwiss. Hedwig Golpon

Dipl.-Theaterwiss. Hedwig Golpon

Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft
Bahnhofstraße 51 (1. OG), Raum II
Tel.: +49 (0)3834 86-3413
Fax: +49 (0)3834 86-3434

Sprechzeit in der Vorlesungszeit: nach Vereinbarung per E-Mail

Hedwig Golpon lehrt in der Kommunikationswissenschaft und in der Medizinischen Psychologie unter anderem in den Bereichen Körper- und Stimmtraining, Kommunikations- und Rhetoriktraining und Performative Recherche. Sie ist außerdem Gründerin und langjährige Leiterin des Studententheaters und arbeitet an eigenen Inszenierungen, Projekten und Workshops.

Projektinformationen zum Download

Ein künstlerisches Projekt im Zusammenwirken mit dem Theater Vorpommern zur jüngsten Geschichte Greifswalds und des ehemaligen Kernkraftwerks „Bruno Leuschner“ Lubmin.
Site Specific Performance as a Means for Active Citizenship.

Vita

  • 1970 Lehrerstudium.
  • 1989 Theaterwissenschaften, Theaterhochschule Leipzig, Regieinstitut Berlin, Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, Leitung/ Inszenierung Kinder- und Jugendtheater, Schwerin, Berlin.
  • 1990 – 1994 Dozentin für Theaterpädagogik, Lingen/Ems, Inszenierungen im Off-Theater, Musicalinszenierungen im Internationalen Studentensommer.
  • 1995 – 1998 Entwicklung, Erprobung und Evaluation des Modellstudiengangs Darstellendes Spiel, Mecklenburg-Vorpommern, Uni Greifswald.
  • Ab 1999 Lehrende in den Kommunikationswissenschaften, Körpersprachliche Kommunikation und Spezielle Rhetorik, Uni Greifswald. Gründung/langjährige Leitung des Studententheaters, zahlreiche Produktionen. Eigene künstlerische Programme. Zahlreiche Workshops und Lehraufträge im nebenberuflichen Bereich.

Übungen/Seminare in der Kommunikationswissenschaft

Körper- und Stimmtraining (Basismodul)

„Überzeugend in Körper und Stimme“ – Verbesserung der Eigenkompetenzen im Sprechen und Auftreten

Wir fragen uns: Welche Faktoren beeinflussen unsere Selbstsicherheit, Fachkompetenz und unsere soziale Kompetenz in Auftrittssituationen? Wie können wir präsent, klar und verständlicher werden?

Das Zusammenspiel von Körper, Atmung und Stimme zu erleben, das ganze Spektrum der klanglichen Äußerungen anzusprechen, das Instrumentarium herauszufordern, das Ausdruckspotential zu verbessern, heißt, präsenter auftreten zu lernen.
Die Resonanzräume auszuschöpfen und die Stimme voll und variabel zu entfalten, heißt, anzukommen, mit dem, was man zu sagen hat.
Körpersprache deutlicher wahrzunehmen, seine Rede gestalten zu lernen, heißt, erfolgreicher sprechen zu können.

Das Training ist bewegungsintensiv und setzt deshalb eine lockere Bereitschaft und gemütliche Kleidung voraus.

Präsentations- und Kommunikationstraining (Basismodul)

Gestalten und Aufführen

Dieser Kurs baut auf dem Grundkurs „Überzeugend in Körper und Stimme“ auf. Die teilnehmenden Studierenden, wählen gemeinsam ein alle interessierendes politisches Thema, das auf besondere Weise erforscht und dargestellt werden soll. Es werden wichtige Bestandteile (Vorbereitung, Ziel, individuelle Recherche, entsprechende Struktur, Dramaturgie, Stilmittel) einer Präsentation erarbeitet und unterschiedliche Präsentationsideen entwickelt und ausprobiert. Dabei helfen Übungen, sich überzeugend in Körper, Stimme und Text darstellen und entsprechende Mittel einbeziehen zu können. Der Kurs schließt mit einer Präsentation vor Publikum im Januar ab.
Die Veranstaltungen finden zumeist in den Räumen des Studententheaters statt, denn hier bietet sich Platz für Körper- und Stimmarbeit und für Auftrittsübung. Am Schluss des Seminars werden die Übungen auch in Seminarräumen und in Hörsälen durchgeführt, um die Räume zu erobern und ihre Wirkung zu erfahren.

Interpretations- und Gestaltungsübung im Proberaum des Studententheaters
Interpretations- und Gestaltungsübung im Proberaum des Studententheaters

Entwicklung rhetorisch-kommunikativer Eigenkompetenzen (Mikromodul)

Wer Kommunikation trainiert, muss selbst wahrhaft anregend und kommunikativ sein.
Studierende mit der Absicht, künftig als TrainerInnen und ReferentInnen im „Kommunikations- und Rhetoriktraining“ tätig zu sein, entwickeln in dieser Veranstaltung ihre rhetorisch-kommunikativen Eigenkompetenzen. Wer Rhetorik lehrt, muss rhetorische Strukturen und Grundmodelle beherrschen und anwen­den können. In einer Mischung aus Hospitation und eigenen Trainingseinheiten erwerben sich die Studierenden Grundkompetenzen in der Anleitung von Trainings, probieren sich methodisch aus und legen ein Übungsrepertoire an.

Dieses Seminar bildet eine bewusst-sensible Wahrnehmung für körpersprachli­che Signale und situative Einflüsse in kommunikativen Zusammenhängen heraus.

Unter dem Aspekt, interaktive Lehr- und Trainingsprozesse lei­ten, sowie gruppendynamische Einflüsse bewältigen zu lernen, werden praktische und methodisch-theoretische Kompeten­zen entwickelt.

Weiterhin werden Fragen der Eigen- und Fremdreflexion behandelt: Was ist 'kommunikative Eigenkompetenz' und welche Bedeutung hat sie für uns und die anderen? Wie sehe ich mich selbst; wie sehen mich die anderen? Wie sehe ich die anderen? Welche Faktoren beeinflussen unsere Selbstsicherheit, Fachkompetenz und unsere soziale Kompetenz in kommunikativen Situationen? Wie können im Sinne kooperativer Interaktion gemeinsame Ziele und Ergebnisse besser realisiert werden?

Dieses Seminar korrespondiert eng mit der Veranstaltung "Methodisch-didaktische Erarbei­tung von Lehr- und Trainingseinheiten zu kommunikationswissenschaftlichen und rheto­rischen Themen" von Klaus - J. Grothe.

Training und Auftrittsübung in der Turnhalle
Training und Auftrittsübung in der Turnhalle

Bisherige Lehrtätigkeit

  • Dozentin in der Fortbildung beim Landesverband Spiel und Theater in Magdeburg: Grundlagenseminar und Aufbaukurs in theaterpädagogischer Spielleitung – Praktische Dramaturgie und Regie
  • Lehrbeauftragte an der Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft, Pforzheim: Überzeugend in Körper und Stimme
  • Lehrbeauftragte an der Hochschule für Steuerrecht, Ludwigsburg: Gute Seminarvorträge halten – Sprecherziehung
  • Lehrende in der Hochschuldidaktik in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern: Gestaltete Sprache und Präsentationsdramaturgie
  • Lehrbeauftragte an der Humboldt-Universität , Careercenter Berlin: Öffentlich Sprechen
  • Hochschule für Musik und Theater Rostock, Theaterpädagogische Konzepte

Publikationen

  • Diplomarbeit: Der Weg vom Rollenspiel der Gruppe zur Darstellung in einer Aufführung vor Zuschauern, Beschreibung eines Kommunikationsmodells, das die Improvisation bis in die Aufführung hinein erhalten kann, Leipzig 1989
  • Zwischen Anspruch, Legitimation und Praxis, Ein erzählendes Interview zur Geschichte einer theaterpädagogischen Arbeit in der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Materialien zur 6. Bundestagung Theaterpädagogik 1991 in Lingen, Geschichte(n) der Theaterpädagogik. In: Korrespondenzen. Zeitschrift des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V., 1991
  • Visionen und Perspektiven der Theaterpädagogik [Redaktion] In: Korrespondenzen. Zeitschrift des Bundesverbandes Theaterpädagogik e.V., 1996, Heft 3
  • Darstellendes Spiel in Lehramtsstudiengängen an deutschen Hochschulen. Auf dem Wege zu einem eigenständigen Fach. Broschüre, 1997
  • Darstellen und Gestalten, Golpon/Prinz, Schibri-Vlg. 1999
  • Wörterbuch der Theaterpädagogik, Stichwort: Kommunikation, Schibri-Vlg. 2003
  • Watch out for Life! Performative Recherche als künstlerische Intervention in den Lebensalltag, Golpon/Roth. In: Korrespondenzen, Zeitschrift für Theaterpädagogik, 2005, Heft 48, S. 56-62
  • Theater und Lehre – Was lehrt uns das Theater? In: Dialog 14, Mai 2006, Ludwigsburg, S. 19-21
  • Alles Simulanten - Praxisorientierte Anwendung. In: Bühne frei für Forschungstheater: Theatrale Inszenierungen als wissenschaftlicher Erkenntnisprozess, Bühlow-Schramm / Gipser / Krohn (Hrsg). Oldenburg: Paulo Freire Vlg. 2007
  • Alles falsch - Performing Arts in Medicine. In: Bühne frei für Forschungstheater: Theatrale Inszenierungen als wissenschaftlicher Erkenntnisprozess, Bühlow-Schramm / Gipser / Krohn (Hrsg). Oldenburg: Paulo Freire Vlg. 2007
  • Stimme-Körper-Sprache, Ideen und Übungen für eine Präsentationsdramaturgie des Hochschulunterrichtes. In: Neues Handbuch Hochschullehre, Raabe-Vlg. 2008

Künstlerische Produktionen (Auswahl)

Schwerin, Kinder- und Jugendtheater:

  • Hans Sachs, Schwänke
  • "Klasse 10 b", szenisch-musikalische Collage
  • "Fahnenspiele", Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Ideologie, Collage
  • "Giordano Bruno", szenisch-musikalische Collage

Berlin, Kinder- und Jugendtheater:

  • "P 13", Collage
  • "Die verliebte Hexe", musikalisches Ensembleprogramm
  • "Prinzessin Zartfuß und die 7 Elefanten" nach Albert Wendt
  • "Extrablatt", Ensembleprogramm zur 750-Jahrfeier Berlin

Lingen/Coesfeld, Ausbildung Theaterpädagogin

  • "Die 7 Todsünden der Kleinbürger", Brecht-Projekt, Akademie Spiel und Theater
  • "Am seidenen Faden", Vernissage und Performance
  • "Gar'de - Schach der Dame", literarisches Konzert
  • "Mokke", Stück für Kinder und Eltern

Magdeburg

  • Europäisches Musicalprojekt "no name", "Courage" im Studentensommer 1992/93/94

Greifswald, Studententheater

  • Schule mit Clowns
  • Zwischen menschlicheN Beziehungen
  • Was? Wir Helden? – Klassik-Experiment
  • FrechSachs und BrechTmittel
  • Max und Milli
  • Gamlet (frei nach Shakespeare)
  • Die Physiker – Theater im Klassenzimmer
  • Jeppe vom Berge, L. Holberg, Dänisches Volkstheater
Studententheater

Eigene Programme

  • SurabayJAjohnny! Brechtliederabend (Gesang&Klavier)
  • Das ist gefährlich! Brechtliederabend (Gesang&Klavier)
  • Die lodert, zischt und raucht! Song-Programm (Gesang&Klavier, Gitarre, Akkordeon)
Eigener Auftritt

Einige theaterpädagogische Projekte...

  • ...in Zusammenarbeit mit dem Institut für Slawistik, dem Theater Vorpommern, dem Präventionsrat und der Hansestadt Greifswald

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Letzte Änderung: 04.04.2013 08:28
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