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Veranstaltungen Hochschuldidaktik Wintersemester 2011/12

Herzlich willkommen im neuen hochschuldidaktischen Semester! Nach dem Erfolg der Veranstaltungsreihe Hochschuldidaktik seit dem SS 2009 bieten die Organisator/innen jetzt neue Workshops an.

Der Thematische Schwerpunkt in diesem Semester ist das FORSCHENDE Lehren und Lernen. Eine Plenarveranstaltung führt in das Thema ein, vier workshops beleuchten unterschiedliche Aspekte und bieten den Zeitrahmen, sie vor Ihrem praktischen Unterrichtshintergrund zu reflektieren.

Für die "jungen Nachwuchswissenschaftler" bieten wir in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock einen Zweitagesworkshop zur Karriereplanung an.


Informationen

Der Besuch der Veranstaltungen ist mit Ausnahme des Angebotes der Universität Rostock kostenfrei. Der Flyer ist im Folgenden einsehbar:

Kooperative Lernformen – ein wichtiger Aspekt des forschenden Lernens

Kooperative Lernformen bieten mehr als den üblichen Partner- und Gruppenarbeiten zugeschrieben wird. Sie erhöhen – richtig eingesetzt - allgemein den Lerneffekt jedes einzelnen Gruppenmitglieds und erhöhen die Motivation sich selbstorganisiert Wissen anzueignen. Darüber hinaus ergänzen und unterstützen sie den Ansatz des „forschendem Lernens“ hervorragend, in dem sie das Erkennen von Problemen, das Aneignen von Wissen zur Problemlösung sowie die Zusammenarbeit mit anderen fördern. Beide Ansätze verbindet die Förderung von selbstgesteuerten Erkenntnisprozessen in der Lehre.
Der Workshop wird Gelegenheit bieten, sich über den Ansatz des kooperativen Lernens zu informieren, effektive Methoden der Partner- und Gruppenarbeit kennen zu lernen und praktisch zu erproben sowie Einsatzmöglichkeiten im eigenen Bereich auszuloten.



Humboldt reloaded – forschendes Lehren und Lernen an der Hochschule

„Einsamkeit und Freiheit seien die „vorwaltenden Prinzipien“ einer Universität: Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Denken und Urteilen.“
So formulierte Humboldt die Leitlinien für Forschen, Lernen und Lehren an der modernen Hochschule. Er macht damit implizit Aussagen über Lernziele und die Gestaltung des didaktischen Rahmens. Was heißt das für uns als Hochschullehrende heute? Wie übersetzt man dies in die Sprache von Bologna und wichtiger noch: in konkretes Lehrhandeln?
Intelligent geplante Lehrveranstaltungen setzen Lernprozesse in Gang, Lernprozesse können produktive Forschungsprozesse werden.
Um dafür die richtigen Impulse zu setzen, muss das Maß von Struktur und Offenheit richtig austariert sein. Einsamkeit und Freiheit wird ermöglicht durch einen verlässlichen und unterstützenden didaktischen Rahmen, der auch das gemeinsame Arbeiten nicht vergisst.
Der Plenarvortrag beleuchtet Möglichkeiten forschendes Lernen und Lehren an der heutigen Hochschule zu etablieren. Im Workshop wird es um die konkrete Umsetzung in das eigene Lehrhandeln gehen.
In diesem Workshop diskutieren und erarbeiten wir mögliche Lernimpulse für forschendes Lernen und Lehren und den dafür nötigen didaktischen Rahmen.
Lernziele für den Workshop:
- Methoden für forschendes Lernen und Lehren kennenlernen
- Aus dem eigenen Forschungsinteresse Lehr-Lern-Arrangements ableiten
- Lernziele im Kontext der Kompetenzdebatte formulieren
- Methoden kennenlernen, mit denen Studierenden ihre eigenen Fragen finden können
- Haltung und Rolle als forschend Lehrender reflektieren
Methoden:
- Impulsvorträge
- Diskussionen im Plenum
- Einzel- und Gruppenarbeiten
- Kleine Projektarbeit mit Präsentation
Björn Kiehne ist Erziehungswissenschaftler und Erwachsenenpädagoge. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Berliner Zentrums für Hochschullehre entwickelt er Weiterbildungskonzepte für Lehrende an den Berliner Hochschulen. Sein Forschungsinteresse gilt den Lernbiografien und Konzepten zu Lern-Lehrprozessen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen.


„Forschendes Lernen“ - Was bedeutet das für mein Selbstverständnis als LehrendeR? (09.12.2011)

An unterschiedliche hochschuldidaktische Konzepte ist immer auch ein Verständnis über Rolle und Aufgaben von Lehrenden geknüpft – so auch an das forschende Lernen. Missverständnisse und Unsicherheiten entstehen im Lehralltag oft aus einer ungeklärten Rolle heraus. Verstehe ich mich eher als WissensvermittlerIn, LernbegleiterIn, BeraterIn, FördererIn, FordererIn oder KontrolleurIn oder alles zusammen? Welche Rollenaspekte entsprechen meinen Werten und Ansprüchen sowie meinem Lernverständnis? Welche kollidieren damit, werden aber im Hochschulalltag erwartet? Welche Dilemma und welche Unsicherheiten sind damit verbunden? Die Zeit solchen Fragen nachzugehen, nehmen wir uns im Lehralltag meist nicht, dafür aber in diesem Workshop.
Ausgehend von Erwartungen, Ansprüchen, Werten und Hochschulbedingungen sowie der Reflexion des eigenen Selbstverständnis als Lehrende, untersuchen wir gemeinsam, welches Rollenverständnis im forschenden Lernen angelegt ist und setzen uns dazu ins Verhältnis. Forschendes Lernen ist dabei Programm.

Forschendes Lernen in großen Seminargruppen (08.12.2011)

Forschendes Lernen erlebt aufgrund von Hochschulentwicklungen gegenwärtig eine neue Aufmerksamkeit. Allerdings sind an eine Umsetzung in der Lehre auch Vorraussetzungen, Bedingungen und spezifische Schwierigkeiten geknüpft. Thema dieses Workshops ist, wie speziell in großen Seminargruppen die Umsetzung gestaltet werden kann.
Nach einer theoretischen Einführung in Merkmale, Phasen und Formen forschenden Lernens werden wir die Umsetzungsmöglichkeiten in der eigenen Lehre erkunden. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Konzepte zur Gestaltung forschenden Lernens für ihre Themenbereiche und werden dabei durch die Leitung und die anderen WorkshopteilnehmerInnen unterstützt und beraten.


KONTAKT

Institut für Fremdsprachliche Philologien
Dr. Margitta Kuty

Steinbeckerstraße
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-3360
hsdidak@uni-greifswald.de


Letzte Änderung: 13.04.2012 13:09
Verantwortlich: A. Wohlfahrt


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