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 Studienangebot der Slawistik > Polonicum (Krupp-Kolleg)

Greifswalder Polonicum. Greifswald Polish Summer School (06.-13.09.2015)

Das Greifswalder Polonicum ist eine einwöchige internationale Sommerschule des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald zur Wissenschaft und Forschung Polens.

Mit Fachseminaren in deutscher, englischer und polnischer Sprache bietet das Greifswalder Polonicum in der Zeit vom 6. bis 13. September 2015 die Möglichkeit, im Unterricht von international renommierten Forschern das Land in seiner Vielfalt intensiv kennenzulernen.
 
Der Schwerpunkt der Sommerschule liegt auf der Gegenwartskultur und -literatur Polens. Ein anspruchsvolles Kulturprogramm rundet das Polonicum ab.
 

Filmforum "Polen im Fokus"

6. bis 12. September 2015 an unterschiedlichen Orten in Greifswald

Der Filmclub Camera Obscura organisiert im Rahmen des Greifswalder Filmforums eine Reihe von cineastischen Veranstaltungen, die Filme aus und über Mittel- und Osteuropa zeigen. Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme sollen dazu anregen, sich mit den politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Verhältnissen in mittel- und osteuropäischen Ländern auseinanderzusetzen. 2015 werden unter dem Titel „Polen im Fokus“ Filme präsentiert, die sich mit der polnischen Gesellschaft der letzten 60 Jahre beschäftigen. Das Greifswalder Filmforum 2015 ist angebunden an die internationale polnische Sommerschule „Greifswalder Polonicum. Journey to the CinePole “, die von Professor Dr. Bernhard Brehmer und Dr. Marek Fiałek (beide Universität Greifswald) im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald organisiert wird.
 
Sonntag, 6. September 2015 • 19:00 Uhr
Eröffnung des Filmforums "Polen im Fokus" im Rahmen der internationalen polnischen Sommerschule „Greifswalder Polonicum. Journey to the CinePole“
 
„IDA“ (Gewinner Bester fremdsprachiger Film Oscarverleihung 2015)
Polen/Dänemark 2013, 80 Min, Regie: Paweł Pawlikowski
Eintritt: 6,50 Euro
Veranstaltungsort: CineStar Greifswald, Dompassage, Lange Str. 40-42
 
Polen im Jahr 1962: Anna (Agata Trzebuchowska) ist eine Novizin, die in einem Kloster von Nonnen erzogen wurde. Bevor sie ihr Gelübde ablegen kann, gibt ihr die Oberschwester des Klosters einen folgenreichen Auftrag: die junge Frau soll ihre Tante Wanda (Agata Kulesza) besuchen, Annas einzige noch lebende
Verwandte. Wanda, die Schwester ihrer Mutter, ist eine leidenschaftliche Sensualistin mittleren Alters und offenbart ihrer Nichte ein lange gehütetes Geheimnis: Eigentlich ist Anna Jüdin und ihr wahrer Name lautet Ida. Von der Nachricht ins Wanken gebracht, begibt sich die Novizin gemeinsam mit ihrer Tante auf eine Reise, auf der sie sich mit der tragischen Geschichte ihrer Familie auseinandersetzen muss – aber Anna beginnt auch, ihr eigenes Leben, ihre Ideale und ihren Glauben zu hinterfragen. Wird Anna als Ida zurückkehren?
 
Dienstag, 8. September 2015 • 19:00 Uhr
Öffentliche Filmvorführung im Rahmen der internationalen polnischen Sommerschule „Greifswalder Polonicum. Journey to the CinePole“
 
"Verflechtungen eines Zopfes" & "Der Garten jenseits des Flusses"
Veranstaltungsort: Polly Faber, Bahnhofstraße 44/45
Eintritt frei
 
Verflechtungen eines Zopfes
Polen 2012, 35 Min, OmU, Regie: Michał Kulik
 
Britta Wuttke, deutsch-polnische Schriftstellerin, wurde 1940 im deutschen Misdroy geboren. Ihre Familie schaffte es – als eine der wenigen – nach dem Krieg im polnischen Międzyzdroje zu bleiben. Wie eng die Schicksale von Deutschen und Polen miteinander verflochten sind, zeigt der Film.
 
Der Garten jenseits des Flusses
Polen 2014, 55 Min, OmU, Regie: Michał Kulik
 
Polen gewöhnten sich daran, dass Deutsche nach familiären Spuren in Szczecin bzw. östlich der Oder suchten. Überraschend ist der Fall von Marek Brzeziński – vermutlich der einzige Pole –, der nach seinen Familienspuren westwärts der Oder sucht.
 
Mittwoch, 9. September 2015 • 19:00 Uhr
Dokumentarfilm von Stanisław Mucha im Rahmen der internationalen polnischen Sommerschule „Greifswalder Polonicum. Journey to the CinePole“
 
„Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee“
Veranstaltungsort: Brasserie Hermann (Roter Salon), Gützkower Straße 1
Deutschland 2014/2015, 98 Min, OmU (Originalsprachen der sieben
Länder: Ukrainisch, Russisch, Türkisch, Bulgarisch, Rumänisch, Georgisch, Abchasisch), Regie: Stanisław Mucha
Eintritt frei
 
Einmal um das Schwarze Meer, das unbekannte und sagenumwobene Gewässer. StanisŁaw Muchas Odyssee führt durch sieben Länder: dort, wo die Grenze zwischen Asien und Europa verläuft und Zivilisation und Barbarei ihren Ursprung haben. Faszinierend schöne Küstengebiete, romantische Steilklippen und malerische Hafenstädte prallen auf kunterbunte Multikultur, postkommunistische Gespenster, die Verführungen des Kapitalismus und  aktuelle Kriegsschauplätze. Mit seinem humorvollspitzbübischen Blick hat sich StanisŁaw Mucha aufgemacht, um eine Region Europas zu entdecken, die uns bisher verborgen blieb. Seine Spürnase für skurrile Menschen und absurde Momente hat einen melancholisch-unterhaltsamen und auf erstaunliche Weise bezaubernden Film entstehen lassen.
 
Donnerstag, 10. September 2015 • 18:00 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der internationalen polnischen Sommerschule „Greifswalder Polonicum. Journey to the CinePole“
 
Images of Jews in Polish Postwar Cinema. Between Stereotype and Representation
Dr. Kamila Żyto
Kamila Żyto ist Filmexpertin und hat einen Lehrauftrag am Institut für zeitgenössische Kultur in Łódź, an der Universität Łódź und der Musikhochschule in Łódź. Sie arbeitet außerdem mit der Jugendfilmakademie in Łódź, dem Polnischen Filminstitut und der DKF Film School zusammen. Im Fokus ihrer wissenschaftlichen Interessen stehen polnische Filme mit besonderem Schwerpunkt auf polnisch-jüdische Beziehungen, amerikanische Filme (Film Noir, klassische Hollywoodfilme der vierziger und fünfziger Jahre und zeitgenössische Filme des Neo-Noirs) und spanischsprachige Filme, Vor allem das Werk von Carlos Saura.
 
Freitag, 11. September & Samstag, 12. September 2015
Strategien des Filmemachens
 
Öffentlicher zweitägiger Workshop mit Stanisław Mucha im Rahmen der internationalen polnischen Sommerschule „Greifswalder Polonicum. Journey to the CinePole“
Veranstaltungsort: Institut für Slawistik, Domstrasse 9/10
Anmeldung: annalena.klatt(at)wiko-greifswald.de
 
Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg war Stanisław Mucha überaus erfolgreich. 2001 gewann er gemeinsam mit Susanne Schüle den Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses der DEFA-Stiftung. Stanisław Mucha dreht Filme über Europa und jenes, was für Europa gehalten wird. So sind bereits mehrere Dokumentarfilme entstanden, die in den Karparten nach der Pop-Ikone Andy Warhol forschen oder die Mitte Europas suchen. Mucha gilt als Vertreter des Direct Cinema, der den Europäern zeigt, dass Europa immer größer und verwirrender wird. Zahlreiche skurrile Figuren und komische Geschichten bevölkern seine Filme, wobei es dem Regisseur gelingt, seine Protagonisten trotz aller Absurdität nicht lächerlich zu machen.
 


KONTAKT

Greifswalder Polonicum

Anna Lena Klatt B. A.
Wissenschaftliche Koordinatorin Schwerpunkt Mittel-/Osteuropa
Tagungsbüro des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs
Martin-Luther-Straße 14
17489 Greifswald

Tel.: +49 (0)3834 86-19026
Fax: +49 (0)3834 86-19005
annalena.klatt@wiko-greifswald.de

TIPP

Eine zweisemestrige, studienbegleitende Zusatzausbildung in polnischer Sprache und Kultur.


Letzte Änderung: 03.09.2015 14:29
Verantwortlich: marek fialek


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