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 Institut f├╝r Deutsche PhilologieForschung & KooperationKoeppen-Archiv > Protagonist Koeppen

Zeittafel zu Leben und Werk

1906
23. Juni: Wolfgang Arthur Reinhold K├Âppen (sp├Ąter: Koeppen) kommt als uneheliches Kind in Greifswald, Bahnhofstra├če 4, zur Welt. Die Mutter, Marie K├Âppen (1877-1925), arbeitet als Wei├čn├Ąherin und sp├Ąter als Souffleuse am Greifswalder Stadttheater. Der Vater, Dr. Reinhold Halben (geb. 1877; Sterbedatum unbekannt), zu dem Koeppen zeitlebens keinen Kontakt hat, ist Privatdozent f├╝r Augenheilkunde an der Universit├Ątsklinik Greifswald, sp├Ąter Augenarzt in Berlin-Charlottenburg.

1908
Nach dem Tod der Gro├čmutter (Emilie K├Âppen) zieht Marie K├Âppen mit ihrem Sohn zur Stiefschwester Olga K├Âppen (1871-1952) in das Haus des Baurats Theodor Wille (1872-1945), nach Thorn/Westpreu├čen (heute: Torun, Polen). Olga K├Âppen ist dort als Haush├Ąlterin t├Ątig. Einschulung Wolfgang K├Âppens.

1912
├ťbersiedlung von Tante Olga, Nennonkel Wille, Marie und Wolfgang K├Âppen nach Ortelsburg in Masuren/Ostpreu├čen (heute: Szczytno, Polen).

1914
21. August: Flucht vor der russischen Armee zur├╝ck nach Greifswald, G├╝tzkower Str. 83.
1. September: Eintritt in die B├╝rgerschule Greifswald.

1915
Fr├╝hjahr: Mutter und Sohn kehren nach Ortelsburg zur├╝ck. Intensive Lekt├╝re von B├╝chern aus der Bibliothek des Nennonkels Wille. Besuch des Realgymnasiums.

1919
R├╝ckkehr nach Greifswald. Wegen Geldmangels Eintritt in die Mittelschule, die er auf eigenen Wunsch vorzeitig verl├Ąsst. Anstellungen als Laufbursche einer Buchhandlung und Volont├Ąr am Stadttheater. Gasth├Ârer von Vorlesungen zur Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universit├Ąt Greifswald.

1922/23
F├Ąhrt als Hilfskoch zur See (Schweden, Finnland). Anschlie├čend Gelegenheitsjobs in Hamburg (Fabrikarbeiter, Platzanweiser im Kino, Eisbereiter in St. Pauli).

1923
Stellensuche am Theater in Gr├╝nberg (Schlesien). Engagement als Laienschauspieler am F├╝rstlichen Staatstheater Putbus (Insel R├╝gen).

1924
Engagement (Regisseur) am Wismarer Theater. Als er Schauspielerrollen wahrnehmen soll, k├╝ndigt er. ├ťbersiedlung nach Berlin. Anstellung als Gl├╝hlampentester der Firma Osram.

1925
16. November: Die Mutter stirbt an einem Hirntumor.

1926/27
Dramaturg und Regieassistent mit Spielverpflichtung am W├╝rzburger Stadttheater.

1927
R├╝ckkehr nach Berlin. Lockerer Kontakt zum ┬╗Dramaturgischen Kollektiv┬ź von Erwin Piscator. Erste Bekanntschaft mit der Schauspielerin Sybille Schlo├č, in die er sich ┬╗ungl├╝cklich┬ź verliebt. Koeppen lernt Ernst Toller, Egon Erwin Kisch, Walter Mehring, Emil Orlik und Max Tau kennen.

1931
Freie Mitarbeit, sp├Ąter Feuilletonredakteur und Ressortleiter beim Berliner B├Ârsen-Courier (B.B.C.) unter Herbert Ihering.

1933
Januar: Koeppen schreibt ein Lied f├╝r die Pfefferm├╝hle, das Kabarett von Erika und Klaus Mann, in dem auch Sybille Schlo├č auftritt. Eigene literarische Arbeiten erscheinen im B├Ârsen-Courier (seit 1931).
Fr├╝hjahr: Reise f├╝r den B├Ârsen-Courier nach Paris.
Jahresende: Koeppen wird Mitglied im ┬╗Reichsverband deutscher Schriftsteller┬ź (Reichsschrifttumskammer).
31.12.: Schlie├čung des B├Ârsen-Courier durch die Nationalsozialisten.

1934
Fr├╝hjahr: Reise ├╝ber Z├╝rich nach Italien (Sizilien, Venedig, Rapallo), finanziert von Bruno Cassirer, der als Gegenleistung einen Roman f├╝r seinen Verlag erhofft.
April: R├╝ckkehr nach Berlin, Arbeit am Roman.
November: Der Roman Eine ungl├╝ckliche Liebe erscheint (Cassirer). Wenige Tage sp├Ąter ├╝bersiedelt Koeppen in die Niederlande.

1935
Koeppen lebt in Den Haag bei der Familie Michaelis, ehemaligen Freunden Hugo von Hofmannsthals. Koeppens zweiter Roman Die Mauer schwankt erscheint (Cassirer). Ablehnung eines Angebots, als Redakteur f├╝r die Berliner Zeitung am Mittag zu arbeiten.

1938
Anfang November: R├╝ckkehr nach Deutschland (Berlin).

1939
Drehbuchautor (u.a. f├╝r die UFA). Der Universit├Ąts- Verlag kauft die Restauflage von Die Mauer schwankt und ver├Âffentlicht das Buch unter dem Titel Die Pflicht.

1944
├╝bersiedlung nach M├╝nchen bzw. Feldafing (Starnberger See). Drehbuchautor f├╝r die Bavaria-Film-Kunst. Bekanntschaft mit Marion Ulrich, die, geboren am 25. Januar 1927, aus M├╝nchen stammt.

1945
9. Januar: Theodor Wille stirbt in Reinfeld/Holstein.
Koeppen und Marion Ulrich leben in M├╝nchen vom Handel mit Antiquit├Ąten.

1948
24. November: Hochzeit mit Marion Ulrich.
Der von Koeppen ├╝berarbeitete Erlebnisbericht von Jakob Littner, Aufzeichnungen aus einem Erdloch, erscheint im Kluger Verlag M├╝nchen ohne Nennung des Bearbeiters.

1951
Tauben im Gras. Roman erscheint bei Scherz & Goverts, Stuttgart und Hamburg.

1952
16. Oktober: Olga K├Âppen stirbt in Reinfeld/Holstein.

1953
Anfang Februar: L├Ąngerer Aufenthalt in Bonn.
April-Juni: Fertigstellung des Manuskripts von Das Treibhaus.
4. November: Das Treibhaus. Roman erscheint bei Scherz & Goverts, Stuttgart und Hamburg.

1954
Der Tod in Rom. Roman erscheint bei Scherz & Goverts, Stuttgart und Hamburg.

1955-1959
Reisen im Auftrag des S├╝ddeutschen Rundfunks: Spanien (1955), Rom (1956), Sowjetunion, Warschau, Den Haag und London (1957), USA (1958), Frankreich (1959). 1958 erscheinen Nach Ru├čland und anderswohin. Empfindsame Reisen, 1959 Amerikafahrt bei Goverts, Stuttgart.

1961
Griechenlandreise. Reisen nach Frankreich erscheint bei Goverts, Stuttgart.

1962
Wolfgang Koeppen wird mit Abschluss eines Vertrages f├╝r seine zuk├╝nftigen B├╝cher Autor des Suhrkamp Verlags, Frankfurt/M. Verleihung des Georg-B├╝chner-Preises der Darmst├Ądter Akademie f├╝r Sprache und Dichtung. Sp├Ąter folgen: Literaturpreis der Bayrischen Akademie der Sch├Ânen K├╝nste (1965), Immermann-Preis (1967), Andreas-Gryphius-Preis der K├╝nstlergilde (1971), Stipendium des Europa-Forums f├╝r Literatur der Deutschen Schiller-Stiftung (1977), Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt M├╝nchen (1982), Arno-Schmidt-Preis (1983).

1969
Die drei Romane Tauben im Gras, Das Treibhaus, Der Tod in Rom erscheinen in einem Band bei Goverts, Stuttgart.

1972
Januar: S├Ąmtliche Rechte an den bereits ver├Âffentlichten Texten von Wolfgang Koeppen gehen vom Goverts Verlag, Stuttgart, auf den Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., ├╝ber. Es erscheint dort Das Romanische Caf├ę. Erz├Ąhlungen.

1974/75
Koeppen wird erster Stadtschreiber des damals noch nicht zu Frankfurt geh├Ârenden St├Ądtchens Bergen-Enkheim.

1976
Herbst: Jugend wird in der Bibliothek Suhrkamp publiziert.

1980
Erstsendung von Ich bin gern in Venedig warum (WDR), unter Mitarbeit Koeppens produziert von Ferry Radax.

1981
Die elenden Skribenten. Rezensionen, Schriftstellerportraits und Essays, hg. v. Marcel Reich-Ranicki, erscheinen.

1982/83
Wintersemester: Poetik-Dozentur an der Johann Wolfgang Goethe-Universit├Ąt Frankfurt/M.

1984
15. April: Marion Koeppen stirbt in M├╝nchen.

1986
Zum 80. Geburtstag erscheinen: Gesammelte Werke in sechs B├Ąnden, hg. v. Marcel Reich-Ranicki in Zusammenarbeit mit Dagmar von Briel und Hans-Ulrich Treichel.

1987
Angst. Erz├Ąhlende Prosa und Morgenrot. Anf├Ąnge eines Romans.
Februar: Ausstrahlung von Peter Goedels Film Das Treibhaus. Eine filmische Lekt├╝re.

1990
Verleihung der Ehrendoktorw├╝rde der Universit├Ąt Greifswald. Premiere von Peter Goedels Film Es war einmal in Masuren.

1991
Es war einmal in Masuren. Filmtext erscheint.

1992
Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch erscheint als erste Publikation des J├╝dischen Verlags, Frankfurt/M., mit der Angabe Wolfgang Koeppens als Bearbeiter, der auch ein Vorwort verfasst.

1993
Ich bin gern in Venedig warum erscheint.

1994
Zuerkennung der Ehrenb├╝rgerschaft der Stadt Greifswald.

1996
15. M├Ąrz: Wolfgang Koeppen stirbt in einem M├╝nchener Pflegeheim.

1997
Der Nachlass Koeppens wird dem Wolfgang-Koeppen-Archiv der Universit├Ąt Greifswald ├╝bergeben.

2005
Auf dem Phantasiero├č. Prosa aus dem Nachla├č, hg. v. Alfred Estermann erscheint.

2006
Beginn einer neuen, auf 16 B├Ąnde angelegten Ausgabe s├Ąmtlicher Werke von Wolfgang Koeppen.



Zeittafel entnommen aus: Wolfgang Koeppen. Das Treibhaus. Roman. Mit einem Kommentar von Arne Grafe. Frankfurt/M. 2006 (= SBB; Nr. 76). ┬ę Copyright Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M.


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Wolfgang-Koeppen-Archiv Greifswald

Bahnhofstra├če 4
17489 Greifswald

├ľffnungszeiten:
Di+Do 9-12 und 14-16 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Postanschrift
Rubenowstr. 3
17487 Greifswald


Tel.: +49 (0)3834 86-3428
koeppen-archiv@uni-greifswald.de


Letzte Änderung: 21.02.2014 07:33
Verantwortlich: Koeppen-Archiv


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