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 Institut für Deutsche PhilologieForschung & KooperationStudentenprojekt PONT > Konzept

Konzept

Mit dem Projekt wird das Konzept der Robert Bosch Stiftung, zwischen Wissenschaftlern, Lehrern und Schülern partnerschaftliche Beziehungen zu initiieren und zu fördern, in die Praxis umgesetzt: Seit 2007 kooperieren das Institut für deutsche Philologie der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald, eine Regionalschule in Greifswald, eine Regionalschule in Binz auf Rügen sowie ein Greifswalder Gymnasium miteinander. An der konkreten Projektdurchführung sind weitere Institutionen wie das Vorpommersche Landesarchiv und das Pommersche Landesmuseum beteiligt, so dass ein Verbund innerhalb der gesamten Region Vorpommern entstanden ist. Gegenstände und Methoden der Geisteswissenschaften werden im Projektunterricht an den Schulen an zwei Texten aus der LandesKulturGeschichtliche für die Schüler unterschiedlicher Schultypen aufbereitet:

Die große Reise Herzog Bogislaw X. nach Jerusalem im Jahre 1496-98
Die Reise Philipp Julius von Pommern-Wolgast durch Deutschland, Engeland, Frankreich und Italien 1602-03


Der Projektunterricht zielt, bei aller regional -und kulturgeschichtlicher Kontextualisierung, auf die Befähigung im Umgang mit Texten, angefangen mit der Lesefähigkeit – herausgefordert durch ältere Sprachstufen des Deutschen -, den Formen der Informationserarbeitung bis zur produktiven Neugestaltung von Texten in ihrer medialen Spezifik. Geübt und vertieft wird die elementare Kulturtechnik LESEN.

Die vor Ort arbeitenden Lehramtstudierenden erarbeiten sich selbstständig, in ständiger Konsultation mit der Projektleitung ebenso wie untereinander, Wissen über die frühneuzeitliche Reise-, Hof-, Erinnerungs- und Wissenskultur vor dem Hintergrund pommerscher, deutscher und europäischer Geschichte. In der Arbeit mit den Schülern sammeln die Studierenden schulpraktische Erfahrungen ganz neuer Qualität, da sie ihr Projekt selbstständig entwickeln und letztendlich durchführen. Natürlich werden sie auch begleitet von projektverantwortlichen LehrerInnen seitens der Schulen, aber eindeutig liegt die Hauptverantwortung beim Engagement und den Fähigkeiten der Studierenden. Die LehrerInnen können das wissenschaftlich neueste Erkenntnisse regional- und kulturgeschichtlicher Forschung nutzende Projekt als eine optimale Form der Weiterbildung nutzen. Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen wie didaktischen Kompetenzen zu Beginn der Hauptstudiumsphase zu überprüfen und maßgeblich zu erweitern. Selbstständig aufgenommene Zusatzqualifizierungen im schulpädagogischen Bereich zeigen die Impulse aus diesen intensiven praktischen Erfahrungen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Projektinhalte, Arbeitsformen und durch die Studierenden selbst vielfältige Schlüsselqualifikationen vermittelt bekommen: neben der jeweils auf das Jahrgangs-und Schultyp zugeschnittene Fach- und Methodenkompetenz zielt das Projekt auch auf die Stärkung der individuellen Sozial- und Selbstkompetenz. Lebendig und erfahrbar erleben die Schüler und Schülerinnen die Geschichte ihrer Region, der Städte in ihrer Lebensumwelt und können dadurch eine lebendige Bindung zu ihrer Heimat/ Herkunft herstellen bzw. vertiefen. Die Exkursionen öffnen die Schule zu außerschulischen Lernorten, im Mittelpunkt steht dabei das Kennenlernen der Universität. Gerade für die Schüler der Realschulen ist das eine Institution, die i.d.R. nicht zum Bildungshorizont gehört. Museen, Kirchen, Archive sind kulturelle Einrichtungen, die nicht oder nur sehr marginal zum Erfahrungsraum der Schüler gehören.


KONTAKT

Projektleitung:
Dr. Monika Schneikart

Institut für deutsche Philologie
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Rubenowstr. 3
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-3441
schneika@uni-greifswald.de


Letzte Änderung: 25.03.2013 11:14
Verantwortlich: Institut für Deutsche Philologie


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