Markets and Value
Künstlerische Arbeiten haben im Allgemeinen einen „Ästhetischen Wert“ und einen „Markt-wert“. Diese Bezeichnungen stehen jedoch zueinander in einem andauernden Wettkampf. Denn oft meinen beide in Verbindung mit materiellem Wert und kulturellem Ansehen dasselbe. Einige Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass kein bedeutsamer Unterschied zwischen den Wertebegriffen besteht und künstlerische Arbeiten lediglich kulturelle Erzeugnisse sind. Einige andere behaupten, dass die psychische, symbolische und intellektuelle Befriedigung durch Kunst nicht auf Maßstäbe des Marktes herabgesetzt werden kann.
Im Wissenschaftsjahr 2003/04 legte das Getty-Forschungsinstitut seinen Focus auf die Wertebestimmung und empirische Studien, um zu zeigen, wie emotionale, kognitive und ökonomische Werte in der Geschichte der Kunst miteinander verflochten sind. Ein wichtiges Werkzeug zur Rekonstruktion von „kulturellen Biographien“ stellte dabei der Getty Provenance Index dar. Mit diesem gelang es Trends des Sammelns und des künstlerischen Geschmacks darzustellen. Ziel war es unter anderem, „kulturelle Biographien“ von Einzelobjekten zu großen Historiographien von Klassen und Gruppen zusammenzufügen und Entwicklungstrends abzubilden. 24 Wissenschaftler kamen zusammen, um dies umzusetzen und die Beziehungen zwischen Märkten und Werten im Allgemeinen zu untersuchen.
Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Prof. Dr. phil. Michael North
Rubenowstraße 2
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-3308/-3309
Fax: +49 (0)3834 86-3333
north@uni-greifswald.de
Freitag, 12. April 2013, 10 Uhr c.t.
Veranstaltungsort: Audimax, HS 5
Öffentlicher Vortrag.
Der Eintritt ist frei.
Thomas DaCosta Kaufmann is Frederick Marquand Professor
of Art and Archaeology at Princeton University. He has
published many books and articles, including Court, Cloister
and City: The Art and Culture of Central Europe 1450–1800
(Chicago and London 1995); Toward a Geography of Art
(Chicago and London 2004), and Time and Place: Essays in
the Geohistory of Art (ed. with Elizabeth Pilliod; Ashgate 2005);
(Ost-)Mitteleuropa als Kunstgeschichtsregion? (Leipzig 2006),
and Arcimboldo: Visual Jokes, Natural History, and Still-Life
Painting (Chicago 2009). He is now working on questions of
global exchange in art, and world art history.
